Die Küche ist der Raum, den man zuletzt dekoriert, oft widerwillig. Man weist ihr die Bilder zu, die anderswo keinen Platz gefunden haben, oder lässt sie aus Angst vor Spritzern ganz leer. Das ist schade. Eine Küche ohne ein einziges gerahmtes Stück wirkt immer kälter, als sie wirklich ist, und zwei oder drei gut gewählte, gut platzierte Poster genügen, um den Raum in einen Lebensort zu verwandeln. Die Aufgabe reduziert sich darauf, die passenden Themen zu finden, den richtigen Platz zu wählen und eine Rahmung zu nehmen, die mit Dampf umgehen kann.

Drei Bildfamilien funktionieren in der Küche besonders gut. Botanische Tafeln mit Früchten, Zitrusgewächsen und Kräutern, die von den wissenschaftlichen Tafeln des 18. Jahrhunderts abstammen, treten in einen natürlichen Dialog mit dem, was auf dem Herd kocht. Vintage-Cocktail-Poster im Geist der Pariser Brasseriekarten der 1930er-Jahre legen eine Bar- und Servicestimmung in den Raum. Etwas zeitgenössischere Drucke rund um Kaffee und Röstung tragen die Morgen-Leseecke. Was zu vermeiden ist: schwere Museumsstücke (Rothko, Mark, große Porträts), die in einem Kochraum schlicht falsch wirken.

Wohin hängen: die Karte der Küche

  • Über der Arbeitsplatte, zwischen zwei Schrankreihen: Format 30x40 oder 40x50, im Kochen aus der Nähe gelesen.
  • An oder neben der Dunstabzugshaube: nie direkt über den Brennern (Hitze steigt), lieber die Rückwand wählen, mindestens 60 Zentimeter Abstand zur Kochzone.
  • Auf Tischhöhe, in der Essecke: ein zentriertes 50x70, wie in einem kleinen Esszimmer.
  • Auf der freien Wandfläche zwischen Tür und Schrank: ein vertikales 30x40, das man beim Eintreten erfasst.
  • An der Rückwand, dem Raum zugewandt: bei einer vollständig freien Wand ein 50x70 oder ein Trio aus drei ausgerichteten 30x40.

Die 60-Zentimeter-Regel

Die einzige technische Regel, die wirklich zählt, ist der Abstand zu den Dampf- und Hitzequellen. Ein Induktionskochfeld ohne Abzug schickt Wasserdampf bis zu 50 Zentimeter senkrecht nach oben, manchmal mehr, wenn man stundenlang köchelt. Das Glas der Rahmung beschlägt, die Feuchtigkeit dringt am Ende ein, wenn die Versiegelung nicht perfekt ist. Rechnen Sie mit mindestens 60 Zentimetern zwischen Rahmenunterkante und höchster Kochzone. Über einer Spüle ist die Regel weniger streng (Wasser steigt nicht), 30 Zentimeter genügen.

Das Format zählt ebenso wie der Abstand. In der Küche ist 30x40 fast immer besser als 50x70: Es fügt sich in die Restflächen zwischen Schränken und Fenstern ein, ohne den Raum zu beherrschen. Das 50x70 funktioniert nur in offenen Küchen oder in echten Wohnräumen, in denen man die Rückzugsdistanz hat, um es zu lesen. Über einer Standard-Arbeitsplatte, mit dem Rahmen auf 1,40 Meter, betrachten Sie das Poster aus einem Meter Entfernung. Ein größeres Format wirkt erdrückend.

Das Papier schützen: geschlossener Rahmen, Passepartout, Plexiglas

Drei technische Vorsichtsmaßnahmen. Erstens: einen gut verschlossenen Rahmen wählen, mit Silikon- oder Gummidichtung hinten, nicht einen billigen Klemmrahmen, der den Dampf hereinlässt. Zweitens: ein cremefarbenes Passepartout aus Karton von 4 bis 5 Zentimetern zwischen Papier und Verglasung einbauen: Dieser Luftraum verlangsamt die Kondensation und gibt dem Poster Zeit zum Atmen. Drittens: Antireflex-Plexiglas dem nackten Glas vorziehen, es ist leichter, weniger zerbrechlich und seine Oberflächenbehandlung hält langfristig besser gegen schwebendes Fett. Alle Rahmen von Montmartre Poster, die auf der Seite Rahmen und Zubehör erhältlich sind, integrieren diese drei Elemente serienmäßig.

Eine Küche braucht keinen Hokusai. Eine Zitrustafel über einem Zellige-Spritzschutz, und der Raum springt in eine andere Kategorie.

Themen nach Stimmung

Eine Landhausküche mit verwittertem Holz und Steinarbeitsplatte ruft nach Herbarien und Kräutertafeln in Naturholz aus Eiche. Eine moderne Schwarz-Weiß-Küche mit Quarz-Arbeitsplatte und sichtbaren Geräten trägt einen rot-schwarzen Vintage-Cocktail in mattem Schwarz oder eine typografische Espresso-Komposition. Eine Bistro-Küche mit Zink und Métro-Fliesen findet ihren Brasseriegeist mit einem Campari- oder Suze-Plakat aus den 1930er-Jahren und einem schmalen schwarzen Rahmen wieder. Die Stimmigkeit entsteht aus dem Dialog zwischen Küchenmaterial und Posterwelt.

Bei Montmartre Poster decken die Cocktail-Poster und die botanische Kollektion den größten Teil dessen ab, was in der Küche funktioniert. Die Küche-und-Wohnen-Auswahl versammelt zudem die in dieser Nutzung am meisten erprobten Stücke, gedruckt auf 275-g-Künstlerpapier, das auf die Feuchtigkeitsschwankungen einer bewohnten Küche kalibriert ist.