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montmartre poster
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Kuenstler

Yayoi Kusama

Der Punkte-Kosmos der japanischen Kuenstlerin. Von den Kindheits-Halluzinationen in Matsumoto bis zur Weltgeltung, mit Zwischenstation im New York der 1960er Jahre.

Geboren
1929-03-22
Lebend
Lebend
Nationalitaet
Japanese
Yayoi Kusama Maneki Neko poster framed in a styled corner

Yayoi Kusama wurde am 22. Maerz 1929 in Matsumoto, Praefektur Nagano, geboren, viertes Kind einer Saatguthaendlerfamilie. Ungefaehr mit zehn Jahren begannen die Halluzinationen: Mohnfelder, die zu ihr sprachen, Tischdeckenmuster, die sich vervielfachten und sie zudeckten. Die Mutter zerriss ihre Zeichnungen. Kusama zeichnete trotzdem heimlich Hunderte Male denselben Kuerbis aus dem Familiengarten. Der Kuerbis blieb ihr lebenslanges Motiv.

Nach Studien an der Kyoto School of Arts schrieb sie 1955 an Georgia OKeeffe und bat um Rat. OKeeffe antwortété. Kusama verliess Japan 1957, kam ueber Seattle 1958 nach New York. Sie war 29, mittellos und unsichtbar in der dortigen Kunstszene. In ihrem winzigen Atelier auf der East 19th Street malte sie nachts ihre Infinity Net Werke, 5 Meter grosse Leinwaende vollstaendig mit kleinen weissen Boegen bedeckt. Die erste Ausstellung 1959 zog die Aufmerksamkeit von Donald Judd und Frank Stella auf sich.

In den 1960er Jahren mehrten sich die Performances: Naked Happenings im Central Park (1968), die ersten Mirror Rooms (Raeume mit Spiegelwaenden, gefuellt mit Punkten). Sie wurde zur Figur der Gegenkultur. Aber sie verkaufte nicht. Andy Warhol uebernahm ihre Ideen ohne Quellenangabe, Lucas Samaras ebenso. 1973 kehrte sie gebrochen nach Japan zurueck.

1977 zog sie in eine Tokioter psychiatrische Klinik, wo sie noch heute lebt und arbeitet im Atelier gegenueber. Ihre globale Rueckkehr begann 1989 mit einer Retrospektive in New York, dann 1993 in Venedig, wo sie Japan vertrat. Tate Modern widmete ihr 2012 eine Retrospektive, das Hirshhorn Museum 2017. Heute ziehen ihre Infinity Mirror Rooms mehrstuendige Warteschlangen an. Das Yayoi Kusama Museum in Tokio oeffnete 2017.

Ein Kusama-Druck lebt in einem hellen Zimmer. Der schwarze Punkt auf Gelb oder Rot auf Weiss verlangt glatte Waende, keine Gallery Wall. Schmaler heller Eichenrahmen oder rahmenlose Montage passt am besten.

Plakate im Geist von Kusama

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