1891 gibt es noch kein erstes Plakat fuer das Radrennen Tour de France, weil die Tour de France noch nicht existiert (sie wird 1903 gegruendet). Aber Radsportplakate gibt es bereits. Das Fahrrad ist das modische Fahrzeug der 1890er Jahre, und Hersteller (Cycles Peugeot, Cycles Gladiator, Cycles Sphinx) bestellen Plakate bei Kuenstlern, um ihre Modelle zu bewerben.
Der Stil dieser Plakate vom Ende des 19. Jahrhunderts ist direkt vom Jugendstil beeinflusst: die geschwungene Linie, die Haare im Wind, die Kleidung, die die Geschwindigkeit umarmt. Jules Cheret, der Meister des Pariser Plakats, unterzeichnet mehrere Radsportplakate.
Das Skiplakatat: Erfindung der 1920er Jahre
Alpinski wird in den 1920er Jahren zum Massensport. Die Eisenbahngesellschaften bestellen Plakate, um Touristen in ihre Skigebiete zu locken. Der Skifahrer wird zu einer sofort erkennbaren grafischen Figur: farbige Kombination, erhobene Stoecke, in der Bewegung erstarrte Geste im Schnee.

Roger Broders unterzeichnet einige der schoensten Skiplakaate der PLM-Aera. Seine Skifahrer sind stets leicht idealisiert: perfekte Haltung, ein Laecheln, der Himmel immer blau.
Das Tennisplakat: Geste und Eleganz
Tennis ist bis in die 1970er Jahre ein aristokratischer Sport. Seine Plakate spiegeln diese Eleganz wider: Spieler in makellosem Weiss, Rasenplaetze, Tribuenen im diskreten Hintergrund.
Die Tour de France 1903 endete mit 21 Fahrern von 60 Startern. Das Plakat der ersten Ausgabe, 10 000 Mal lithografiert, wurde von Ausrufern auf den Strassen von Paris verkauft.

In einem zeitgenoessischen Interieur
Vintage-Sportplakate funktionieren in jedem Interieur, wo man eine Note Energie und Geschichte einbringen moechte, ohne in sportlichen Kitsch zu verfallen.
Ein praktischer Rat: Waehlen Sie einen Sport, den Sie ausueben oder gern verfolgen. Das Tennisplakat im Buero eines Tennisspielers, das Radsportplakat im Flur eines Hobbyradfahrers.






