Eine weiße Wand, ein graues Sofa, und in der Mitte ein Poster voller roter Punkte auf hellem Grund. Sonst nichts. Der Raum war ruhig, fast neutral, und plötzlich hat er ein Herz. Genau das bewirkt ein gut platziertes Punktmotiv: Es bündelt die Energie eines Raumes in einem einzigen Punkt, ohne farbige Möbel oder überladene Wände zu brauchen. Die Welt von Yayoi Kusama liegt zu großen Teilen in dieser Kraft.
Yayoi Kusama, eine 1929 geborene japanische Künstlerin, machte den Punkt und das unendlich wiederholte Motiv zum eigentlichen Stoff eines ganzen Werks. Punkte, Netze, Kürbisse: einfache Formen, bis zum Schwindel vervielfacht, in kräftigen Farben. Für die Dekoration bietet dieses Erbe ein erkennbares, fröhliches Vokabular. Die Poster, die wir anbieten, schöpfen aus diesem Geist des Punktes und der Unendlichkeit; es sind keine Originalwerke der Künstlerin, sondern Illustrationen in der Linie dieser Bildsprache.
Die Statement-Wand
Ein Punktmotiv wirkt besser als Mittelpunkt denn als Anhäufung. Die Idee der Statement-Wand ist, ihm eine ganze Wandfläche zu geben, oder zumindest die Mitte einer Wand, und ihm nichts entgegenzusetzen. Ein großes gepunktetes Poster oder ein Unendlichkeitsnetz, allein, zieht den Blick an und wird zum Thema des Raumes. Möchte man ein Ensemble, bleibe man in einer einzigen Farbfamilie, Rottöne zusammen, Gelbtöne zusammen, und richte die Formate aus. Was die Wirkung zunichtemacht, ist das Verstreuen mehrerer kleiner farbiger Punkte überall: Das Motiv verliert dann seine hypnotische Kraft und wird zur Tapete.
Punkte, Unendlichkeit, kräftige Farbe
- Ein Brennpunkt: das Punktmotiv einer einzigen Wand vorbehalten und die anderen atmen lassen.
- Kräftige Farbe: das Rot, das Gelb oder das Korall bejahen, ohne es mildern zu wollen.
- Neutraler Grund: eine weiße, beige oder blassgraue Wand hebt die Punkte ohne Konkurrenz hervor.
- Großzügiges Format: ein wiederholtes Motiv liest sich groß besser, das 50 x 70 cm wird ihm gerecht.
Mit Minimalismus verbinden
Das Paradox hält stand: Je reduzierter das Interieur, desto stärker strahlt das Punktmotiv. Vor einem minimalistischen Hintergrund, helle Wände, niedrige Möbel, wenige Objekte, wird ein Unendlichkeitsposter zu einer kontrollierten Explosion aus Farbe und Rhythmus. Der Kontrast zwischen der Strenge des Raumes und der Vibration des Motivs erzeugt genau die richtige Spannung. Für den Rahmen zwei Wege: ein weißer oder hellholzfarbener Rahmen, der in der Wand aufgeht und das Motiv allein auf der Bühne lässt, oder ein dünner schwarzer Rahmen, der die Farbe klar abgrenzt. Verzichte auf verzierte oder vergoldete Rahmen, die mit der Vibration der Punkte streiten würden. Ein einziger aufgreifender Akzent anderswo im Raum, ein Kissen, ein Objekt, genügt, um das Ganze zu schließen.
Eine Punktewand teilt man nicht. Gib ihr den ganzen Platz, und alles andere atmet ringsum besser.
Bei Montmartre Poster vereint die von Punkten und Unendlichkeit inspirierte Auswahl Kürbisse, Netze und farbige Kompositionen im Geist dieser japanischen Bildwelt, gedruckt auf 275-g-Künstlerpapier. Genug, um eine markante Wand zu gestalten, die einen reduzierten Raum aufweckt, ohne ihm sonst etwas hinzuzufügen.






