Eine Küche am frühen Morgen. Auf der Fensterbank quillt eine Efeutute aus ihrem Terrakottatopf. Direkt darüber, in heller Eiche gerahmt, nimmt ein Poster mit grünem Blattwerk fast denselben Ton auf. Die beiden Grüns antworten einander, das eine lebendig, das andere gezeichnet. Genau das ist der Reiz des botanischen Posters: Es führt die Pflanze an die Wand, dorthin, wo keine Pflanze je wachsen würde.

Botanische Poster haben beim Einrichten einen seltenen Vorteil. Sie passen zu fast allem, weil Grün und Pflanzenmotive zu einem Repertoire gehören, das das Auge als beruhigend empfindet. Man braucht kein Magazin-Interieur: eine helle Wand, ein Holzregal, zwei oder drei Pflanzen, und das Ganze trägt. Bleibt nur, das richtige Motiv zu wählen und es an der richtigen Stelle aufzuhängen.

Poster und lebende Pflanze verbinden

Die einfachste Regel: die Formen miteinander sprechen lassen. Eine Pflanze mit großen, geschlitzten Blättern, Monstera oder Philodendron, passt zu einem Poster mit breiten, grafischen Motiven. Eine feine, hängende Pflanze, Efeutute oder Efeu, verlangt eine zartere Zeichnung, Blüten oder lockere Gräser. Man spielt das Echo, gleiche Grüns und gleiche Dichte, oder den kontrollierten Kontrast, dunkles Blattwerk gerahmt neben einer hellen Pflanze. Zu vermeiden ist das Anhäufen ohne Absicht: drei überladene Poster über einem Dschungel aus Pflanzen, und der Raum wird unleserlich.

Poster mit grünem Blattwerk über einer Leseecke
Ein grafisches Blattwerk über einer Leseecke. Das Grün des Posters greift die Pflanzen darunter auf.

Raum für Raum

  • Wohnzimmer: ein großes Format über dem Sofa oder eine Dreierreihe auf Augenhöhe.
  • Küche: kleine Formate am Fenster, mit Kräutern, Zitrusfrüchten oder altem Gemüse.
  • Schlafzimmer: blasse Blüten auf cremefarbenem Grund, für sanftes Licht beim Aufwachen.
  • Flur: ein markantes Poster, denn es ist das erste Bild, das man beim Heimkommen sieht.
Poster mit Folk-Blumen im Flur, heller Holzrahmen
Folk-Blumen in einem Flur. Der helle Rahmen mildert das Motiv und fängt das Tageslicht ein.

Rahmen, Höhe, Licht

Drei Details machen den Unterschied. Zuerst der Rahmen: helles Holz, Eiche oder Birke, wärmt die Grüns und erinnert an das natürliche Motiv, während Schwarz dunkles Blattwerk klar gegen eine helle Wand absetzt. Dann die Höhe: das Poster um 1,55 Meter über dem Boden zentrieren, auf Augenhöhe, nie direkt unter der Decke. Schließlich das Licht: botanische Motive vertragen das indirekte Licht einer Seitenwand gut, doch direkte Sonne lässt die Farben über die Jahre verblassen. Also eine reine Südwand ohne Vorhang meiden.

Ein botanisches Poster ahmt die Pflanze nicht nach. Es gibt ihr einen Rahmen, im wörtlichen Sinn, und einen festen Punkt, während das Blattwerk selbst nie stillsteht.

Bei Montmartre Poster vereint die botanische Kollektion grafisches Blattwerk, Folk-Blumen, Kakteen und Herbarien, gedruckt auf 275-g-Künstlerpapier. Genug, um eine grüne Wand zu gestalten, die weder Wasser noch Licht braucht und sich mit den echten Pflanzen im Haus verbindet.