Ein Sonntag, eine Platte dreht sich auf dem Teller. Über dem Plattenschrank scheint ein stilisierter Kontrabass auf mitternachtsblauem Grund der Basslinie aus den Boxen zu folgen. Das Stück endet, das Poster bleibt. Das ist das Wesen der Musikposter: Sie führen das Hören weiter, wenn der Klang verklingt, und geben einem Raum das Tempo, in dem man leben möchte.
Jazz, das Konzert, der Geist des Vinyls eignen sich besonders gut für das Poster, weil sie aus Geste und Farbe bestehen. Eine Trompete als Silhouette, eine Kabarett-Tänzerin, ein Cover in kräftigen Farbflächen: Diese Bilder tragen Bewegung. Gut gehängt, verwandeln sie eine Ecke des Wohnzimmers in einen kleinen Club, ein Büro in ein Studio, eine Küchennische in eine gedämpfte Bar.
Das Tempo setzen: der Rhythmus eines Rasters aus Rahmen
Ein einzelnes Musikposter wirkt, doch Musik liebt die Wiederholung, und Rahmen auch. Eine Reihe von drei oder vier Postern gleichen Formats, in identischen Rahmen, 6 bis 8 Zentimeter auseinander, erzeugt einen visuellen Puls: Das Auge wandert von Bild zu Bild, wie man einen Takt verfolgt. Die Komposition um 1,55 Meter über dem Boden zentrieren. Für eine freiere Wand einen roten Faden behalten, eine vorherrschende Farbe oder ein einziges, abgewandeltes Instrument, sonst verliert die Wand ihren Rhythmus und wird zur bloßen Anhäufung.
Raum für Raum
- Wohnzimmer: ein großes Format über dem Sofa, ein Kontrabass oder eine Konzertszene, um die Musikecke zu verankern.
- Studio oder Büro: ein rhythmisches Trio gegenüber dem Schreibtisch, das die Energie über die Arbeitsstunden hält.
- Bar- oder Küchennische: ein Jazz-Cocktail- oder Club-Poster, für eine Aperitif-Ecke mit dem Flair eines New Yorker Kellers.
- Flur: eine Folge von Instrumenten als Silhouette, von links nach rechts gelesen wie eine Notenzeile.
Kräftige Farbe, Rahmen, Licht
Musikposter wagen oft die gesättigte Farbe: Mitternachtsblau, Rot, tiefes Gelb. Der matte schwarze Rahmen ist ihr bester Verbündeter, weil er das umgebende Licht schluckt und die Farbfläche hervorhebt. Für Schwarz-Weiß-Poster, Art-déco-Geist oder ein Konzertfoto, ergänzt der schwarze Rahmen mit breitem cremefarbenem Passepartout die Atemluft, die sehr dichten Kompositionen manchmal fehlt. Beim Licht verstärkt warmes, streifendes Licht den Bühneneffekt, fast den einer Club-Leuchtreklame, ohne je das Glas frontal zu treffen.
Ein Musikposter füllt nicht nur eine Wand. Es gibt dem Raum ein Tempo, und diesen Rhythmus gestaltet man Rahmen für Rahmen.
Bei Montmartre Poster vereint die Musik-Kollektion Jazz, Konzertszenen und Hommagen ans Vinyl, in kräftigen Farbflächen und grafischen Silhouetten, gedruckt auf 275-g-Künstlerpapier. Genug, um eine Wand zu hängen, die swingt, von der Wohnzimmerecke bis zur Bar-Nische.






