Ein Arbeitszimmer am späten Nachmittag. An der getäfelten Wand, in Nussbaum gerahmt, zeigt ein Golf-Poster aus den 1930er-Jahren einen Spieler mitten im Schwung, den Schläger erhoben, das Fairway auf zwei grüne Flächen reduziert. Das streifende Licht einer Architektenlampe gleitet über das Glas. Darunter ein hellbrauner Ledersessel, eine Karaffe, ein Putter, der am Bücherregal lehnt. Das Poster schreit nicht, es schafft die Stimmung eines englischen Clubs, ohne dessen Preis.
Das ist die Stärke des Art-déco-Golf-Posters. Sein Repertoire ist schmal und sofort lesbar: das Grün von Green und Fairway, der helle Sand der Bunker, die schlanke Silhouette des Spielers, manchmal eine rote Fahne in der Ferne. Diese nüchterne Palette, tiefe Grüns und Ockertöne, fügt sich von selbst in die warmen Materialien eines maskulinen Interieurs, wo ein lauteres Poster stören würde.
Die Palette aus Green und Fairway
Das Golf der Art-déco-Poster wird in drei oder vier Farben gemalt, nicht mehr. Ein Tannengrün für das Rough, ein Mandelgrün für das kurz gemähte Green, ein sandiges Beige, und der Himmel als cremefarbene Fläche belassen. Der Schwung selbst erscheint als fast kubistische Silhouette, gedrehte Schultern, Schläger in der Diagonale. Damit das Poster im Raum trägt, führt man diese Palette weiter: ein Teppich in Moostönen, ein khakifarbenes Plaid, ein senfgelbes Kissen. Leuchtendes Blau und Rosa meidet man, sie brechen die gedämpfte Stimmung des Motivs.
Wo aufhängen, Raum für Raum
- Arbeitszimmer: ein großes Format hinter dem Stuhl, auf sitzender Augenhöhe, um es zwischen zwei Akten zu sehen.
- Flur: zwei Poster in einer Reihe an einer dunklen Wand, die man im Gehen entdeckt, wie eine Clubgalerie.
- Salon oder Bar: ein markantes Stück über dem Kamin oder der Bar, nahe an Leder und Holz.
- Treppe: ein Trio, das mit der Steigung ansteigt und eine oft kahl gelassene Wand belebt.
Rahmen, Holz, Höhe
Der Rahmen macht den ganzen Charakter. Nussbaum oder dunkle Eiche verwurzelt das Poster in der Welt des Clubs und wärmt die Grüns; ein cremefarbenes Passepartout von 5 Zentimetern gibt dem Motiv Luft und verhindert einen beengten Eindruck. Die Bildmitte hängt man in einem Durchgangsraum um 1,55 Meter über dem Boden, etwas tiefer, um 1,40 Meter, über einem Sessel, in dem man sitzt. Bei den Materialien verlangt Golf nach patiniertem Leder, gebürstetem Messing und warmen Hölzern; man lässt sie miteinander sprechen, statt alles aufeinander abzustimmen.
Ein Golf-Poster erzählt kein Ergebnis. Es friert eine Geste ein, den Schwung, und bringt die Ruhe eines Platzes im Morgengrauen in den Raum.
Bei Montmartre Poster vereint die Golf-Kollektion Art-déco-Schwünge und kubistische Spieler in dieser Palette aus Grün und Ocker, gedruckt auf 275-g-Künstlerpapier. Genug, um einem Arbeitszimmer oder einer Leseecke die gedämpfte Aura eines Clubs zu geben, ohne eine Spur kitschiger Nostalgie.






