Die Regel, die funktioniert - wir kennen sie seit zwanzig Jahren: Vor dem Aufhängen legt man alle Poster auf den Boden vor die Zielwand und verschiebt die Teile eine halbe Stunde lang. Das ist mühsam, langsam, und verhindert etwa 90 % der Fehler. Wenn Sie keine dreißig Minuten Zeit haben, kommen Sie später wieder.

Drei sichere Kompositionen

Das perfekte Raster. Drei oder vier Poster im gleichen Format, in identischen Rahmen, akkurat ausgerichtet. Das ist die Komposition, die am wenigsten Nachdenken erfordert und langfristig am besten wirkt. Ideal für einen Flur, eine Enfilade, über einer Bank. Abstände: 6 bis 8 Zentimeter zwischen den Rahmen. Das Auge des Betrachters ruht auf dem Mittelpunkt der Komposition, der bei 150 Zentimetern über dem fertigen Boden liegen sollte.

Das ausgewogene Asymmetrische. Ein großes zentrales Poster (Format 70 mal 100, oder 50 mal 70 in vertikaler Ausrichtung), umgeben von 3 bis 5 kleineren Postern, die in einer Gruppe angeordnet sind. Das sieht man in den meisten Pinterest-Interieurs. Die Regel, die es lesbar macht: ein einziges visuelles Zentrum, und alle sekundären Teile kreisen in vergleichbaren Abständen darum. Nicht mehr als zwei verschiedene Ausrichtungen (Hochformat und Querformat).

Minimalistisches Wohnzimmer mit einem großen Poster über dem Sofa
Asymmetrische Kompositionswand: ein großes Stück, vier Satelliten - alles hält auf einer zentralen Achse.

Die Horizontlinie. Vier bis sechs oben ausgerichtete Poster, auf gleicher Höhe aufgehängt, aber mit unterschiedlichen Rahmenhöhen. Lesung von links nach rechts, wie ein Fries. Funktioniert sehr gut an einer langen Wand (Flur, Esszimmer). Über einem Sofa vermeiden: die niedrige Horizontlinie schneidet den Blick.

Der häufigste Fehler

Zu hoch aufhängen. Das Zentrum eines Posters sollte sich auf Augenhöhe einer stehenden Person im Raum befinden, also zwischen 145 und 152 Zentimetern über dem Boden. Wenn Sie größer sind, bleiben Sie bei 150. Wenn das Poster über einem Sofa hängt, 20 bis 25 Zentimeter zwischen Oberkante der Rückenlehne und Unterkante des Rahmens einplanen. Über einem Esstisch mindestens 60 Zentimeter zwischen Tisch und Unterkante des Rahmens einplanen.

Das visuelle Zentrum der Komposition sollte bei 150 Zentimetern über dem Boden liegen. Diese Regel stammt aus der Museumshängung, nicht aus dem Design.

Werkzeuge, Methode, Fertigstellung

  • Malerkrepp (das einzige, das die Farbe nicht beschädigt). Schablonen in den genauen Abmessungen der Rahmen ausschneiden, an die Wand kleben, wenn möglich eine Woche damit leben.
  • Kurze Wasserwaage (30 Zentimeter). Unverzichtbar.
  • Haken passend zum Rahmengewicht. Ein Format 50 mal 70 in einem Eikenhouten lijst wiegt etwa 1,5 Kilogramm. Ein Format 70 mal 100 wiegt je nach Glas 3 bis 4 Kilogramm.
  • Schrauben in der Wand, keine Nägel. Stabiler, sicherer.
  • Für Gipskartonwände Molly-Dübel verwenden. Für Stein- oder Ziegelwände bohren und Standarddübel verwenden.
Am Boden gestapelte Rahmen, Kompositionsphase
Vor dem Aufhängen auf dem Boden komponieren: dreißig Minuten, die Stunden sparen.

Fotografie, Zeichnung, Typografie mischen

Die Falle ist die Inkohärenz. Damit eine gemischte Wand funktioniert, braucht es einen gemeinsamen Nenner. Entweder der Rahmen (alle schwarz, oder alle Eiche). Oder die Palette (warme Töne, oder kühle Töne, aber nicht beides). Oder die Epoche (alles Vintage, oder alles Zeitgenössisch). Wenn es keinen gemeinsamen Nenner gibt, wirkt es wie ein Flohmarkt, und man spürt es.

Ein Tipp für sehr volle Wände: 50 % der Stücke in einheitliche schwarze oder cremefarbene Rahmen zurücksetzen und die restlichen 50 % in einem leicht kontrastierenden Rahmen belassen. Das Auge organisiert die Komposition selbstständig in zwei Gruppen.

Letzter Rat. Eine Gallery-Wall-Komposition ist nie fertig. Man kann alle drei Monate ein Stück hinzufügen, entfernen oder verschieben. Das ist sogar das Prinzip. Starre Wände altern schlecht.